...ein Familienmitglied gestorben ist?

Wenn in der Familie ein Mitglied schwer erkrankt oder gar plötzlich stirbt, herrscht oft große Ratlosigkeit, was nun zu tun ist. Da ist es gut, wenn man mit jemand über die Situation sprechen kann. Die Seelsorger unserer Gemeinden sind zu solchen Gesprächen jederzeit bereit. Die Kranken, die im Pfarrbüro gemeldet sind, besuchen wir regelmäßig und bringen ihnen am ersten Freitag im Monat die Krankenkommunion. Der Termin wir vorher mit den Familien abgestimmt. Falls jemand nur ein Gespräch wünscht, ist das ebenfalls möglich. Für Schwerkranke vereinbaren wir mit den Familienangehörigen und den Kranken einen Termin zur Spendung der Krankensalbung. Dieses Sakrament soll der Kranke bewusst empfangen, d. h. möglichst bei vollem Bewusstsein. Es ist keine "letzte Ölung", wie es früher landläufig hieß, denn dieses Sakrament kann ein Schwerkranker mehrmals empfangen. Der Priester betet um körperliche und geistige Genesung.

Bei einem Sterbefall zu Hause ist es sinnvoll, einen Seelsorger zu rufen, damit er mit den Angehörigen für den Toten ein Gebet spricht und ein Wort des Trostes sagen kann. Der Termin für das Sterbeamt oder die Trauerfeier und die Beerdigung wird mit dem Pfarramt abgesprochen. Die Formalitäten für die Beerdigung regelt das Bestattungsinstitut, das sich dann mit dem Friedhofsamt und dem Pfarrbüro in Verbindung setzt. Nach der Terminabsprache wendet sich der Seelsorger, der die Beerdigung hält an die Familienangehörigen, um die Einzelheiten der Beerdigung und der Gestaltung des Sterbeamtes oder des Trauergottesdienstes zu besprechen.Jeder Sterbefall, der in den Familien Schmerz und Trauer verursacht, berührt auch den Seelsorger, der die Beerdigung hält. Wir fühlen mit Ihnen und tragen Ihre Trauer mit. Im 30.er Amt (nach etwa 30 Tagen) und den sonstigen Totengedenken halten wir die Erinnerung an unsere Verstorbenen lebendig und bitten Gott um ihre Vollendung.