...mein Kind zur Erstkommunion kommen soll?

In unserer Pfarreiengemeinschaft werden die Kinder des dritten Schuljahres jeweils im Herbst zur Kommunionvorbereitung eingeladen. An einem ersten Elternabend werden die Termine für die Erstkommunionfeier besprochen und Katechet/-innen für die Vorbereitungsgruppe gesucht.

Sollte Ihr Kind im dritten Schuljahr sein, aber keine Einladung zur Kommunionvorbereitung erhalten haben, wenden Sie sich bitte ans Pfarrbüro.


...Sie / ein Familienmitglied die Kommunion zu Hause empfangen möchte/n?

Wer nicht mehr so leicht zum Gemeindegottesdienst kommen kann, soll trotzdem vom "Tisch des Herrn" essen können:Einmal im Monat bringen wir die Kommunion aus der Eucharistiefeier der Gemeinde zu Ihnen nach Hause. Daneben ist es auch möglich, dass ein Familienmitglied sonntags die Kommunion aus der heiligen Messe nach Hause mitbringt. Das sollten wir kurz besprechen...

Wenden Sie sich bitte an das Pfarrbüro.


...ein Kind zur Erstkommunion gehen soll, die Eltern aber getrennt leben?

Liebe Eltern!

Die Erste Heilige Kommunion ist ein Fest für Ihr Kind
Die Erste Heilige Kommunion ist für Ihr Kind ein großer Tag. Es wird in die Tischgemeinschaft der Kirche aufgenommen. Dies wird als ein Fest von der ganzen Kirchengemeinde und der Familie gefeiert. Kinder und Erwachsene bereiten sich lange darauf vor, sowohl in der Katechese als auch in den Familien. Alle sind bemüht, dass es in der Kirche und zu Hause ein schönes Fest wird.


Getrübte Vorfreude
Manchmal ist die Vorfreude getrübt und geht mit Spannungen oder Unsicherheiten einher. Neben anderen Ursachen können dies die Bedingungen sein, wie Kinder die Trennung oder Scheidung ihrer Eltern erleben.
Wahrscheinlich sind Sie selbst schon auf einige Fragen gestoßen, z. B.: 
- Sollen/wollen beide Eltern in die Kommunionvorbereitung (z. B. bei Elternabenden) einbezogen sein?
- Wie ist es bei dem feierlichen Gottesdienst? Wollen/können Sie als Eltern in einer Bank sitzen oder halten Sie besser Abstand?
- Wie verhalten Sie sich auf der Familienfeier? Wer feiert mit? Wie groß ist die Spannung, wenn beide Elternteile zusammen feiern?
- Hat die Trennung oder Scheidung auch einen Riss durch die Verwandtschaft bewirkt?
Wer wird eingeladen, wer nicht? - Haben Sie eine Einigung gefunden, was die Geschenke für Ihr Kind oder die Ausrichtung der gesamten Feier betrifft?


Wie kann das vermieden werden? – Was können Sie dazu beitragen?
Folgende Anregungen können zu einer Entspannung beitragen:
- Denken Sie daran, dass es das Fest Ihres Kindes ist. Bei strittigen Themen versuchen Sie, sich das Problem mit den Augen Ihres Kindes anzusehen. Vielleicht kommen Sie mit einer solchen Sichtweise schon einer Lösung näher.
- Da Ihr Kind jetzt auch schon ein „großes Kind“ ist, kann es schon mehr eigene Vorstellungen über die Gestaltung des Festes einbringen. Dazu gehört auch die Frage, wen das Kind zu seinem Fest einladen will, z. B. Paten, Großeltern, Angehörige aus der Familie des getrennt lebenden Elternteils. Klären Sie für sich, ob es Ihnen möglich und mit Blick auf die Gesamtumstände auch klug ist, die Wünsche des Kindes zu akzeptieren. 
- Sind Sie in einer Phase der Trennung, in der es Ihnen gut gelingt, alten Ärger, Verletzungen oder Kränkungen hinter sich zu lassen, um dem Kind ein Fest ohne Spannung und drohendem Ärger zu ermöglichen?
- Sind Sie bereit, das Positive beim anderen Elternteil zu sehen und auch Wert zu schätzen?
- Wie viel Bereitschaft zur Abstimmung und Zusammenarbeit bieten Sie zugunsten des Kindes dem anderen Elternteil an, ohne dass sich ein Konflikt entzündet?

Was können Sie als Mutter oder Vater zum Gelingen beitragen?
Ganz wesentlich ist es, dass Sie sich frühzeitig zusammensetzen und die konkrete Ausgestaltung des Festes so ausführlich wie möglich miteinander besprechen und planen. Die Kinder sind entlastet, wenn sie sehen, dass die Eltern sich um eine Verständigung bemühen. Bei einem für das Kind so wichtigen Fest wünschen sich die meisten Kinder, dass es konfliktfrei gestaltet wird und nicht in einem Dilemma endet. Wie ist das im Gottesdienst und bei der Familienfeier bei Ihnen möglich?
Wenn Vater oder Mutter neue Lebenspartner haben, ist deren Anwesenheit vielleicht vorstellbar? Sollte jemand eine Provokation darstellen, ist es sicherlich ratsam, an diesem Tag auf dessen Anwesenheit zu verzichten.
Oft gilt es ganz Praktisches zu besprechen: Wer sitzt neben wem? Wie ist ein friedliches Mit- oder zumindest Nebeneinander möglich? Welcher Art soll das Geschenk sein und in welchem preislichen Rahmen? Wer gehört neben dem Kommunionkind auf das Erinnungsfoto? Vater allein, Mutter allein, beide Eltern, die Geschwisterkinder?
Manchmal sind auch vor dem Fest andere Angehörige anzusprechen und sie über die Vereinbarung zu informieren, die Sie als Eltern getroffen haben und sie bitten, im Sinne eines gelingenden Festes Ruhe zu bewahren.

Sollten Sie sich in dem einen oder anderen Punkt nicht verständigen können, so stehe ich Ihnen gerne zu einem persönlichen Gespräch zur Verfügung.
Wenn es Ihnen gelingt, als Eltern trotz der Trennung eine konfliktfreie Vorbereitung und vor allem ein konfliktfreies Fest zu ermöglichen und Lösungen zu entwickeln, die sich sowohl an den Bedürfnissen des Kindes als auch an den eigenen orientieren, wird es Ihnen und Ihrem Kind bestimmt in guter Erinnerung bleiben.

Silvia Giesen Gemref, Elmar Klein Pfarrer