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Welches ist der Sinn des Osterfestes?

Zunächst ist vielleicht einmal zu sagen, dass wir hier nicht die Auferste­hung oder Wiederbelebung Christi feiern. Das wäre zu einfach. Denn nicht nur Christus ist ja von den Toten erstanden!

Der Sinn des Osterfestes liegt ganz einfach darin, dass wir die Möglichkeit be­kommen haben aufzuerstehen, so wie es Christus getan hat. Er hat uns diese Ver­heißung gegeben und sie mit seinem eigenen Leben unter­mau­ert. Er war der ein­zige Mensch und auch der einzige Gott, der vor­herge­sagt hat, dass er auferstehen würde und dies dann auch getan hat. Keine andere Religion als die christlichen Religionen können von sich be­haup­ten, an einen solchen Gott zu glauben. Wenn im Osten geglaubt wird, dass eine Seele nach dem Tod in einen anderen Körper wandert, bleibt dies purer Glaube, der nicht untermauert wurde durch die Götter an die sie glauben.

Wir haben den Glauben, dass nicht alles einfach vorbei ist nach dem Tod. Wir glauben, dass wir einen Gott haben, der in seiner Leidenszeit alle Sün­den alle Schuld der Menschen (auch der zukünftigen) auf sich genommen hat. Ein Gott der, obwohl er schuldlos war, sich hat ermorden lassen, da­mit wir den Tod nicht zu fürchten brauchen. Ein Gott, der aus dem Tod zurückkam und gesagt hat, dass er einen Platz für uns bereiten wird im Reich seines Vaters.

Grund genug für uns Ostern zu feiern, unsere Freude zum Ausdruck zu brin­gen, diese Liebestat Jesu jedes Mal zu einer bestimmten Zeit im Jahr zu wie­derholen in einem „heiligen Spiel“, in dem Christus gegenwärtig ist, damit wir verstehen, dass dies nicht nur eine fromme Geschichte ist, son­dern Wirk­lichkeit: wir sind erlöst. Ostern feiern wir, das Fest der Auferstehung und des neuen Lebens. Viele sind der Meinung, dass der Glaube an Auferstehung und neues Leben eine Zu­mutung und eine Ermutigung zugleich ist. Die Mehrheit der Zeit­ge­nossen hält diesen Glauben wohl für den Wunschtraum von reali­tätsfer­nen unaus­gelasteten Spinnern und Phantasten und lässt allen­falls fami­lienintern den Osterhasen hop­peln. Kann nicht jeder mit Ob­duktion befasste Gerichtsmedi­ziner, jeder Bestat­tungsunterneh­mer, jeder Friedhofs­gärtner und jeder Pfarrer reichlich Geschichten vom übel­rie­chenden Ende jedes Menschen erzählen? Und so verkündigt die Mehr­heit vollmundig: »Es ist noch keiner wiedergekommen!«

Ich persönlich bin fest davon überzeugt, dass der Auferste­hungsglaube keine Spinnerei und Phantasterei von Wunschträumern ist, sondern eine unsere Realität von Grund auf verändernde Sprengkraft besitzt. Eine Erde, um den Himmel be­trogen, ist auf dem Weg zur Hölle. Denn der Auferstehungsglaube ist Ausdruck der universa­len Gerechtigkeit Gottes. Was heißt das?

Die Geschichte hat uns unabsehbare Felder von Massengräbern hinterlas­sen. Sollten diese mit Hun­derten und Tausenden von Leibern bestückten Massen­grä­ber eingeebnet bleiben von Gleichgültigkeit und Hoff­nungslo­sigkeit? Sollte über himmelschreiendes Unrecht ein für alle Male flächen­deckend das Gras irdischer Ge­richtsvergessenheit hinwegwuchern dür­fen? Der Aufer­ste­hungsglaube der Christen ist die nachdrückliche Erin­nerung an unsere un­ausweichliche Verant­wortung vor Gott. Und wenn alle Richter und Staats­anwälte korrum­piert wären, wenn ein Verbrecher, allen entschlüpft, herr­lich und in Freuden sein Leben been­dete: Der christliche Glaube kennt die un­ausweichliche und bleibende mensch­li­che Verantwortlichkeit vor Gott und nennt sie Auferste­hung zum Gericht (Joh 5,29; Thess 1,10).

Der christliche Auferstehungsglaube klagt Gerechtigkeit ein für die Milli­ar­den namenloser Opfer der Geschichte: Gerechtigkeit für die Vergasten der Nazis, für die als Hexen verbrannten Opfer finsterster Kirchengeschichte, für die auf den Altären der Nationa­listen hingeschlachte­ten »Helden«, für die durch Zwangsar­beit in den Strafla­gern Sibiriens Ermordeten, für die wegen ihres Kampfes um Ge­rechtigkeit zu Tode gefolterten Christen Lateinameri­kas. Der Auferste­hungs­glaube stellte einen Sinn in Aussicht, der durch den Ablauf künfti­ger Geschichte nicht widerrufen wird. Er kennt die Auferste­hung zum Gericht und zum Leben. Früher sprach man missverständlich von der »Auferste­hung des Flei­sches«. Ich glaube nicht, dass die zeitbehaf­tete Materie, aus der Sie und ich sind, für die Auf­erstehung wichtig ist. Zwischen Geburt und Tod bleibt vermutlich kein Molekül und kein Atom in Ihnen und mir dasselbe. Der Kohlenstoff, Wasserstoff oder Sauerstoff, der heute meinen Leib bil­det, war schon zuvor Teil des Leibes von Pflanzen, Tieren, ja sogar ande­ren Menschen, ohne dass Sie mich jetzt des Kanni­balismus bezichtigen dürf­ten. Sollten wir uns bei der Auferstehung darum prü­geln? So, wie wir gehen, kommen wir, gottlob, nicht wieder! Aber Christen glau­ben eben auch nicht an die Auferste­hung ihrer mate­riell-physischen Identität, die sich ja wie­derum nur in Zeithaftigkeit hin­ein voll­ziehen könnte. Sie glauben vielmehr an die Auferstehung ihrer geistig-perso­nalen Identität. Ein Himmel mit Plüsch-Sofa, wonneproppi­gen Putten, Sa­cher-Torten und Rubens'scher Leibesfülle allüberall, ein materiell-physischer Himmel also ist nicht Gegenstand christlicher Aufer­stehungshoffnung, son­dern gehört in den Schlaraffenlandmy­thos, wo üb­rigens auch die schokola­deneierlegenden Osterhasen hoppeln. In ähn­lichem Sinne konnte deshalb Paulus auch schreiben: »Was gesät wird, ist ver­weslich, was auferweckt wird, unverweslich. Was gesät wird, ist arm­selig, was auferweckt wird, herrlich. (...) Wenn sich aber dieses Vergäng­liche mit Un­vergänglichkeit bekleidet und dieses Sterbliche mit Unsterb­lichkeit, dann erfüllt sich das Wort der Schrift: Verschlungen ist der Tod vom Sieg. Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?« (1Kor 15,42ff)

Lassen wir das Fleisch, das wir in die Erde legen und als das wir in die Erde ge­legt werden, ruhen bzw. zurückgelangen in die Stoffkreisläufe des Mate­riell-Zeit­lichen. Stützen wir uns auf den unzeitigen und zeitlosen Gehalt der Hoffnung: Auferstehung heißt nicht Rückkehr in die alten Grenzen von Raum und Zeit, sondern Aufbruch aus den alten Grenzen in die Grenzenlosigkeit und Güte Gottes.

In diesem Sinne: Frohe und gesegnete Ostern! 

Ihr Pfarrer Elmar Klein


Markus 16,1-7

16 Und als der Sabbat vorüber war, kauften Maria Magdalena und Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlriechende Gewürze, um hinzugehen und ihn zu salben. 2 Und sehr früh am ersten Tag der Woche, als die Sonne aufging, kamen sie zu dem Grab. 3 Und sie sagten zueinander: Wer wälzt uns den Stein von dem Eingang des Grabes? 4 Und als sie aufblickten, sahen sie, daß der Stein weggewälzt war. Er war nämlich sehr groß. 5 Und sie gingen in das Grab hinein und sahen einen jungen Mann zur Rechten sitzen, bekleidet mit einem langen, weißen Gewand; und sie erschraken. 6 Er aber spricht zu ihnen: Erschreckt nicht! Ihr sucht Jesus den Nazarener, den Gekreuzigten; er ist auferstanden, er ist nicht hier. Seht den Ort, wo sie ihn hingelegt hatten! 7 Aber geht hin, sagt seinen Jüngern und dem Petrus, daß er euch nach Galiläa vorangeht. Dort werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat! 


Johannes 18,1 - 19,42

18 Als Jesus dies gesprochen hatte, ging er mit seinen Jüngern hinaus über den Winterbach Kidron; dort war ein Garten, in den Jesus und seine Jünger eintraten. 2 Aber auch Judas, der ihn verriet, kannte den Ort; denn Jesus versammelte sich oft dort mit seinen Jüngern. 3 Nachdem nun Judas die Truppe und von den obersten Priestern und Pharisäern Diener bekommen hatte, kam er dorthin mit Fackeln und Lampen und mit Waffen. 4 Jesus nun, der alles wußte, was über ihn kommen sollte, ging hinaus und sprach zu ihnen: Wen sucht ihr? 5 Sie antworteten ihm: Jesus, den Nazarener! Jesus spricht zu ihnen: Ich bin's! Es stand aber auch Judas bei ihnen, der ihn verriet. 6 Als er nun zu ihnen sprach: Ich bin's!, wichen sie alle zurück und fielen zu Boden. 7 Nun fragte er sie wiederum: Wen sucht ihr? Sie aber sprachen: Jesus, den Nazarener! 8 Jesus antwortete: Ich habe euch gesagt, daß ich es bin. Wenn ihr nun mich sucht, so laßt diese gehen! 9 – damit das Wort erfüllt würde, das er gesagt hatte: Ich habe keinen verloren von denen, die du mir gegeben hast. 10 Da nun Simon Petrus ein Schwert hatte, zog er es und schlug nach dem Knecht des Hohenpriesters und hieb ihm das rechte Ohr ab; der Name des Knechtes aber war Malchus. 11 Da sprach Jesus zu Petrus: Stecke dein Schwert in die Scheide! Soll ich den Kelch nicht trinken, den mir der Vater gegeben hat? 12 Die Truppe nun und ihr Befehlshaber und die Diener der Juden ergriffen Jesus und banden ihn, 13 und sie führten ihn zuerst ab zu Hannas; denn er war der Schwiegervater des Kajaphas, welcher in jenem Jahr Hoherpriester war. 14 Das war der Kajaphas, der den Juden geraten hatte, es sei besser, daß ein Mensch für das Volk umkomme. 15 Simon Petrus aber folgte Jesus nach, und der andere Jünger. Dieser Jünger war mit dem Hohenpriester bekannt und ging mit Jesus hinein in den Hof des Hohenpriesters. 16 Petrus aber stand draußen vor der Tür. Da ging der andere Jünger hinaus, der mit dem Hohenpriester bekannt war, und redete mit der Türhüterin und führte Petrus hinein. 17 Da spricht die Magd, die die Tür hütete, zu Petrus: Bist nicht auch du einer von den Jüngern dieses Menschen? Petrus spricht: Ich bin's nicht! 18 Es standen aber die Knechte und Diener um ein Kohlenfeuer, das sie gemacht hatten – denn es war kalt –, und wärmten sich; Petrus aber stand bei ihnen und wärmte sich. 19 Der Hohepriester nun befragte Jesus über seine Jünger und über seine Lehre. 20 Jesus antwortete ihm: Ich habe öffentlich zu der Welt geredet; ich habe stets in der Synagoge und im Tempel gelehrt, wo die Juden immer zusammenkommen, und im Verborgenen habe ich nichts geredet. 21 Was fragst du mich? Frage die, welche gehört haben, was ich zu ihnen geredet habe; siehe, diese wissen, was ich gesagt habe! 22 Als er aber dies sagte, schlug einer der Diener, die dabeistanden, Jesus ins Gesicht und sprach: Antwortest du so dem Hohenpriester? 23 Jesus erwiderte ihm: Habe ich unrecht geredet, so beweise, was daran unrecht war; habe ich aber recht geredet, was schlägst du mich? 24 Hannas hatte ihn nämlich gebunden zum Hohenpriester Kajaphas gesandt. 25 Simon Petrus aber stand da und wärmte sich. Da sprachen sie zu ihm: Bist nicht auch du einer seiner Jünger? Er leugnete und sprach: Ich bin‘s nicht! 26 Da sagte einer von den Knechten des Hohenpriesters, ein Verwandter dessen, dem Petrus das Ohr abgehauen hatte: Sah ich dich nicht im Garten bei ihm? 27 Da leugnete Petrus nochmals, und sogleich krähte der Hahn. 28 Sie führten nun Jesus von Kajaphas in das Prä- torium. Es war aber noch früh. Und sie selbst betraten das Prätorium nicht, damit sie nicht unrein würden, sondern das Passah essen könnten. 29 Da ging Pilatus zu ihnen hinaus und fragte: Was für eine Anklage erhebt ihr gegen diesen Menschen? 30 Sie antworteten und sprachen zu ihm: Wäre er kein Übeltäter, so hätten wir ihn dir nicht ausgeliefert! 31 Da sprach Pilatus zu ihnen: So nehmt ihr ihn und richtet ihn nach eurem Gesetz! Die Juden nun sprachen zu ihm: Wir dürfen niemand töten! 32 – damit Jesu Wort erfüllt würde, das er sagte, als er andeutete, durch welchen Tod er sterben sollte. 33 Nun ging Pilatus wieder ins Prätorium hinein und rief Jesus und fragte ihn: Bist du der König der Juden? 34 Jesus antwortete ihm: Redest du das von dir selbst aus, oder haben es dir andere von mir gesagt? 35 Pilatus antwortete: Bin ich denn ein Jude? Dein Volk und die obersten Priester haben dich mir ausgeliefert! Was hast du getan? 36 Jesus antwortete: Mein Reich ist nicht von dieser Welt; wäre mein Reich von dieser Welt, so hätten meine Diener gekämpft, damit ich den Juden nicht ausgeliefert würde; nun aber ist mein Reich nicht von hier. 37 Da sprach Pilatus zu ihm: So bist du also ein König? Jesus antwortete: Du sagst es; ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, daß ich der Wahrheit Zeugnis gebe; jeder, der aus der Wahrheit ist, hört meine Stimme. 38 Pilatus spricht zu ihm: Was ist Wahrheit? Und nachdem er das gesagt hatte, ging er wieder hinaus zu den Juden und sprach zu ihnen: Ich finde keine Schuld an ihm! 39 Ihr habt aber eine Gewohnheit, daß ich euch am Passahfest einen freigebe; wollt ihr nun, daß ich euch den König der Juden freigebe? 40 Da schrieen sie wieder alle und sprachen: Nicht diesen, sondern Barabbas! Barabbas aber war ein Mörder.

19 Darauf nahm Pilatus Jesus und ließ ihn geißeln. 2 Und die Kriegsknechte flochten eine Krone aus Dornen, setzten sie ihm auf das Haupt und legten ihm einen Purpurmantel um 3 und sprachen: Sei gegrüßt, du König der Juden! und schlugen ihn ins Gesicht. 4 Da ging Pilatus wieder hinaus und sprach zu ihnen: Seht, ich führe ihn zu euch heraus, damit ihr erkennt, daß ich keine Schuld an ihm finde! 5 Nun kam Jesus heraus und trug die Dornenkrone und den Purpurmantel. Und er spricht zu ihnen: Seht, welch ein Mensch! 6 Als ihn nun die obersten Priester und die Diener sahen, schrieen sie und sprachen: Kreuzige, kreuzige ihn! Pilatus spricht zu ihnen: Nehmt ihr ihn hin und kreuzigt ihn! Denn ich finde keine Schuld an ihm. 7 Die Juden antworteten ihm: Wir haben ein Gesetz, und nach unserem Gesetz muß er sterben, weil er sich selbst zu Gottes Sohn gemacht hat! 8 Als Pilatus dieses Wort hörte, fürchtete er sich noch mehr, 9 und er ging wieder in das Prätorium hinein und sprach zu Jesus: Woher bist du? Aber Jesus gab ihm keine Antwort. 10 Da spricht Pilatus zu ihm: Redest du nicht mit mir? Weißt du nicht, daß ich Macht habe, dich zu kreuzigen, und Macht habe, dich freizulassen? 11 Jesus antwortete: Du hättest gar keine Macht über mich, wenn sie dir nicht von oben her gegeben wäre; darum hat der, welcher mich dir ausliefert, größere Schuld! 12 Von da an suchte Pilatus ihn freizugeben. Aber die Juden schrieen und sprachen: Wenn du diesen freiläßt, so bist du kein Freund des Kaisers; denn wer sich selbst zum König macht, der stellt sich gegen den Kaiser! 13 Als nun Pilatus dieses Wort hörte, führte er Jesus hinaus und setzte sich auf den Richterstuhl, an der Stätte, die Steinpflaster genannt wird, auf hebräisch aber Gabbatha. 14 Es war aber Rüsttag für das Passah, und zwar um die sechste Stunde. Und er sprach zu den Juden: Seht, das ist euer König! 15 Sie aber schrieen: Fort, fort mit ihm! Kreuzige ihn! Pilatus spricht zu ihnen: Euren König soll ich kreuzigen? Die obersten Priester antworteten: Wir haben keinen König als nur den Kaiser! 16 Da übergab er ihnen [Jesus], damit er gekreuzigt werde. Sie nahmen aber Jesus und führten ihn weg. 17 Und er trug sein Kreuz und ging hinaus zur sogenannten Schädelstätte, die auf hebräisch Golgatha heißt. 18 Dort kreuzigten sie ihn, und mit ihm zwei andere zu beiden Seiten, Jesus aber in der Mitte. 19 Pilatus aber schrieb eine Überschrift und heftete sie an das Kreuz; und es stand geschrieben: »Jesus, der Nazarener, der König der Juden«. 20 Diese Überschrift nun lasen viele Juden; denn der Ort, wo Jesus gekreuzigt wurde, war nahe bei der Stadt, und es war in hebräischer, griechischer und lateinischer Sprache geschrieben. 21 Da sprachen die obersten Priester der Juden zu Pilatus: Schreibe nicht: Der König der Juden, sondern daß jener gesagt hat: Ich bin König der Juden! 22 Pilatus antwortete: Was ich geschrieben habe, das habe ich geschrieben! 23 Als nun die Kriegsknechte Jesus gekreuzigt hatten, nahmen sie seine Kleider und machten vier Teile, für jeden Kriegsknecht einen Teil, und dazu das Untergewand. Das Untergewand aber war ohne Naht, von oben bis unten in einem Stück gewoben. 24 Da sprachen sie zueinander: Laßt uns das nicht zertrennen, sondern darum losen, wem es gehören soll! – damit die Schrift erfüllt würde, die spricht: »Sie haben meine Kleider unter sich geteilt und über mein Gewand das Los geworfen«. Dies nun taten die Kriegsknechte. 25 Es standen aber bei dem Kreuz Jesu seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, die Frau des Klopas, und Maria Magdalena. 26 Als nun Jesus seine Mutter sah und den Jünger dabei stehen, den er lieb hatte, spricht er zu seiner Mutter: Frau, siehe, dein Sohn! 27 Darauf spricht er zu dem Jünger: Siehe, deine Mutter! Und von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich. 28 Nach diesem, da Jesus wußte, daß schon alles vollbracht war, spricht er, damit die Schrift erfüllt würde: Mich dürstet! 29 Es stand nun ein Gefäß voll Essig da; sie aber tränkten einen Schwamm mit Essig, legten ihn um einen Ysop und hielten es ihm an den Mund. 30 Als nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! Und er neigte das Haupt und übergab den Geist. 31 Weil es Rüsttag war – jener Sabbat war nämlich ein hoher Festtag –, baten die Juden nun Pilatus, damit die Leichname nicht während des Sabbats am Kreuz blieben, daß ihnen die Beine zerschlagen und sie herabgenommen würden. 32 Da kamen die Kriegsknechte und brachen dem ersten die Beine, ebenso dem anderen, der mit ihm gekreuzigt worden war. 33 Als sie aber zu Jesus kamen und sahen, daß er schon gestorben war, zerschlugen sie ihm die Beine nicht, 34 sondern einer der Kriegsknechte stach mit einem Speer in seine Seite, und sogleich floß Blut und Wasser heraus. 35 Und der das gesehen hat, der hat es bezeugt, und sein Zeugnis ist wahr, und er weiß, daß er die Wahrheit sagt, damit ihr glaubt. 36 Denn dies ist geschehen, damit die Schrift erfüllt würde: »Kein Knochen soll ihm zerbrochen werden«. 37 Und wiederum sagt eine andere Schrift: »Sie werden den ansehen, welchen sie durchstochen haben«. 38 Danach bat Joseph von Arimathia – der ein Jünger Jesu war, jedoch heimlich, aus Furcht vor den Juden –, den Pilatus, daß er den Leib Jesu abnehmen dürfe. Und Pilatus erlaubte es. Da kam er und nahm den Leib Jesu herab. 39 Es kam aber auch Nikodemus, der zuvor bei Nacht zu Jesus gekommen war, und brachte eine Mischung von Myrrhe und Aloe, etwa 100 Pfund. 40 Sie nahmen nun den Leib Jesu und banden ihn samt den wohlriechenden Gewürzen in leinene Tücher, wie die Juden zu begraben pflegen. 41 Es war aber ein Garten an dem Ort, wo Jesus gekreuzigt worden war, und in dem Garten ein neues Grab, in das noch niemand gelegt worden war. 42 Dorthin nun legten sie Jesus, wegen des Rüsttages der Juden, weil das Grab nahe war.  


Johannes 13, 1-15

Vor dem Passahfest aber, da Jesus wußte, daß seine Stunde gekommen war, aus dieser Welt zum Vater zu gehen: wie er die Seinen geliebt hatte, die in der Welt waren, so liebte er sie bis ans Ende. 2 Und während des Mahls, als schon der Teufel dem Judas, Simons Sohn, dem Ischariot, ins Herz gegeben hatte, ihn zu verraten, 3 da Jesus wußte, daß ihm der Vater alles in die Hände gegeben hatte und daß er von Gott ausgegangen war und zu Gott hinging, 4 stand er vom Mahl auf, legte sein Obergewand ab, nahm einen Schurz und umgürtete sich; 5 darauf goß er Wasser in das Becken und fing an, den Jüngern die Füße zu waschen und sie mit dem Schurz zu trocknen, mit dem er umgürtet war. 6 Da kommt er zu Simon Petrus, und dieser spricht zu ihm: Herr, du wäschst mir die Füße? 7 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Was ich tue, verstehst du jetzt nicht; du wirst es aber danach erkennen. 8 Petrus spricht zu ihm: Auf keinen Fall sollst du mir die Füße waschen! Jesus antwortete ihm: Wenn ich dich nicht wasche, so hast du keine Gemeinschaft mit mir. 9 Simon Petrus spricht zu ihm: Herr, nicht nur meine Füße, sondern auch die Hände und das Haupt! 10 Jesus spricht zu ihm: Wer gebadet ist, hat es nicht nötig, gewaschen zu werden, ausgenommen die Füße, sondern er ist ganz rein. Und ihr seid rein, aber nicht alle. 11 Denn er kannte seinen Verräter; darum sagte er: Ihr seid nicht alle rein. 12 Nachdem er nun ihre Füße gewaschen und sein Obergewand angezogen hatte, setzte er sich wieder zu Tisch und sprach zu ihnen: Versteht ihr, was ich euch getan habe? 13 Ihr nennt mich Meister und Herr und sagt es mit Recht; denn ich bin es auch. 14 Wenn nun ich, der Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, so sollt auch ihr einander die Füße waschen; 15 denn ein Vorbild habe ich euch gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe. 


Matthiaswallfahrt nach Trier

Auch in diesem Jahr wollen wir wieder unsere schon traditio­nelle Pilgerfahrt nach Trier zum Apostelgrab St. Matthias ma­chen. Bitte merken Sie sich den Termin schon einmal vor: Samstag vor Christi Him­melfahrt, 05. Mai 2018. Das genaue Programm und der Anmeldeschluss werden im nächsten Pfarr­brief bekannt gegeben.

25.03.2018


Vom Messdiener zum Diakon zum Priester

PRIESTERWEIHE UND PRIMIZ VON TRISTAN HÄCKER

AM 28./29. APRIL 2018

Eine Priesterweihe bzw. eine Primiz, also die erste Hl. Messe eines Neupriesters, sind in der heutigen Zeit durchaus selten geworden. Und wann ein solches Fest in der Pfarrei Überherrn zum letzten Mal gefeiert wurde, lässt sich kaum noch nachvollziehen.

Umso mehr freuen wir uns darauf, dass Tristan Häcker aus Überherrn bereits in wenigen Wochen in Luxemburg zum Priester geweiht und mit uns in Überherrn seine Primiz feiern wird.

Nach einigen Jahren des Studiums und der Ausbildung wird Tristan am Samstag, den 28. April 2018, dem Hochfest der Gottesmutter Maria als Trösterin der Betrübten und Patronin Luxemburgs, um 9:30 Uhr in der Kathedrale von Luxemburg vor dem Wallfahrts-Votivaltar durch Erzbischof Jean-Claude Hollerich zum Priester für das Erzbistum Luxemburg geweiht.

Am Tag darauf, Sonntag, den 29. April 2018 werden wir in Überherrn gemeinsam mit dem Neupriester Tristan dessen festliche Primiz feiern: Um 10:00 Uhr setzt sich an der Pfarrkirche St. Bonifatius der Festzug mit den Überherrner Musikanten in Gang, um den Primizianten an seinem Elternhaus in der Bahnstraße zu begrüßen und abzuholen. Von dort geleiten wir ihn zur Pfarrkirche, wo wir um 10:30 Uhr das Primizfesthochamt, die erste Messe des Neupriesters, feiern. Die Messdiener unserer gesamten Pfarreiengemeinschaft sind eingeladen in Luxemburg und natürlich auch in Überherrn mit ihrem Dienst in den beiden Gottesdiensten unseren ehemaligen Messdienerleiter zu begleiten. Für die Kirchenchöre unserer Pfarreiengemeinschaft wird es eine besondere Ehre sein, das Hochamt zur Primiz mit zu gestalten.

Im Anschluss an den Gottesdienst am Sonntag sind alle Gläubigen aus nah und fern herzlich zu einem Empfang im Kulturhaus in Überherrn eingeladen, wo die Möglichkeit zur Begegnung und zum Beisammensein besteht. Die Pfarreiengemeinschaft Überherrn lädt zum Mittagessen und zu Kaffee und Kuchen herzlich ein. Um 16:30 Uhr beschließen wir in der Pfarrkirche St. Bonifatius den Festtag mit der Primizvesper, an dessen Ende unser Neupriester den Primizsegen an jeden Einzelnen spenden wird.

Am Sonntag, den 13. Mai, feiert Tristan um 10:30 Uhr eine weitere Nach-Primiz in seiner Dienstpfarrei St. Franziskus in Mersch in Luxemburg.

Ich und die ganze Pfarreiengemeinschaft Überherrn begleiten den künftigen Neupriester, der in Überherrn aufgewachsen ist und viele Jahre in der Wohnstadt Messdienerleiter und Lektor war, gerne auf seinem Weg, bis zum Tag der Weihe mit unserem Gebet, am Tag selbst auch mit unserer Präsenz im Weihegottesdienst und im Primizhochamt.

 

Die Pfarreiengemeinschaft Überherrn setzt einen Bus zur Priesterweihe in Luxemburg ein, der um 7:30 Uhr startet und nach einer Mittagspause in Luxemburg gegen 15:00 Uhr wieder zurückfährt. Die genaue Abfahrtszeit und die Haltestellen werden wir zeitnah veröffentlichen. Der Fahrpreis beträgt 12,- Euro. Bitte melden Sie sich im Pfarramt Überherrn an.

21.03.2018


Emmausgang an Ostermontag von Altforweiler nach St. Oranna

Zum diesjährigen Emmausgang am Ostermontag, 02.04.2018, laden wir wieder recht herzlich zusammen mit der Scala-Gruppe Bous ein.

Treffpunkt: 6.25 Uhr Parkplatz an der Landstraße in Altforweiler (gegenüber Gasthof Schneehof).

- Wir gehen in Stille in den beginnenden Morgen hinein (ca. 1 1/2 Stunden).

- An einigen Stationen unterbrechen wir mit einer Besinnung.

- Anschließend ist eine Emmausmesse in der St.Oranna-Kapelle.

- Zum abschließenden "Biblischen Willkommenstrunk" und "Frühstück" im Jugendheim Berus sind alle herzlich eingeladen.

Anmeldung ist nicht erforderlich.

19.03.2018


Verkauf von Osterkerzen

Vor der Liturgie der Osternacht bzw. Auferstehungsfeier und dem Osterhochamt werden im Eingangsbereich der Kirchen Osterkerzen zum Preis von 1,- Euro angeboten.

18.03.2018


Ostersammlung der Messdiener

An Karsamstag, 31. März  werden die Messdiener/Innen der Pfarreiengemeinschaft wie jedes Jahr von Haus zu Haus zie­hen, um Eier und Geld zu sammeln. Bitte empfangen Sie die Mess­diener freundlich, denn sie verrichten das ganze Jahr über wie selbstverständ­lich den Dienst am Altar. Die Oster­sammlung ist für die Messdiener bestimmt. Im Voraus herzlichen Dank!

16.03.2018

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